Reisebericht Gili Trawangan

Als sensible Städter, die ein Fleckchen Erde mit Ruhe und Entspannung suchten, landeten wir nach einer holprigen Fahrt mit dem Speedboot auf Gili Trawangan.

Der Sprung aus dem Boot war geglückt, das Wasser angenehm, klar und der Strand sauber. Wir schnappten unsere Rucksäcke und wanderten auf der Inselrundstraße zur Cottage. Alte Backpackererinnerungen aus Thailand waren sofort wieder geweckt – war das damals wirklich so anstrengend?

Das Fehlen der Autos und Mopeds auf der kleinen Insel machte sich positiv bemerkbar. Einige Pferdekutschen Inhaber witterten ein Geschäft als sie uns bei strahlenden Sonnschein mit den Rucksäcken sahen. Da wir uns allerdings die Freude mit den 20kg Rucksäcken bei 35Grad nicht nehmen lassen wollten, lehnten wir getreu dem Motto ein Indianer kennt keinen Schmerz jegliche Transporthilfe ab.

Die Rucksäcke waren am Ende doch schwerer als gedacht und der Zettel mit der Wegbeschreibung lag so sicher verstaut, dass ich diesen nur mit leichter Frustration und Anstrengung aus der Tasche zerren konnte. Letztendlich hatten wir unser nettes kleines Heim gefunden und waren über die zurückgesetzte Lage der Hütten erfreut. Als Unterkunft hatten wir uns für eine traditionelle 2 Etagen Cottage ohne Klima entschieden, d.h. eine überdachte Terrasse im EG und eine Außentreppe über die man in den Schlafbereich im 1.OG kam. Durch eine zweite Außentreppe auf der Rückseite konnte man ins Open Air Bad im EG wieder absteigen.

Gili Trawangan ist eine kleine Insel mit einer konzentrierten Ansiedlung von Hotels, Hostels etc. im Bereich des Hafens auf der Ostseite der Insel.

Von dieser Ostseite schaut man auch bequem zur Nachbarinsel und könnte glauben dorthin schwimmen zu können. Bei dem Begriff Hafen bitte nicht an Hamburg o.ä. denken.

Da wir direkt aus Ubud kamen und lediglich einen Ausblick auf Wälder hatten, waren wir etwas vom wilden Trubel und den vielen verschiedenen Musikrichtungen entlang der Flaniermeile erschlagen.

Wir hatten uns folglich gleich dazu entschlossen auf die Westseite der Insel zu wandern. Einschlägige Internetseiten prophezeiten den Weg mit einer Entfernung von ca. 30 Minuten und kompletter Ruhe. Auf der Westseite wurden wir fröhlich von einer Liveband erwartet und fragten uns:

Warum muss man diese angenehme Stille (die durchaus erahnbar ist) künstlich zerstören und dann kam der erste Stromausfall…auf einmal rauschte das Wasser und der Wind in den Ohren.

Es gibt die Ruhe. Man muss sie nur suchen und geduldig sein. Letztendlich haben wir das gemacht, was man am Besten auf einer kleinen Insel machen kann. Ein Fahrrad mieten, ein bisschen Schnorcheln gehen und leckeres Essen verputzen.

Für uns war die Ferienlaune und der Trubel auf der kleinen Gili Insel zu intensiv.

Um unsere entspannte Grundstimmung nicht weiter zu strapazieren, hatten wir uns daher für eine frühere Abreise zurück nach Ubud entschlossen. Das Ticket wurde mit Not-Ausreden umgebucht und es ging mit einem größeren Boot zurück. Die Fahrt war diesmal auch weniger turbulent.

Während einige Gäste auf dem Dach in der Sonne tanzten, die Crew mit Bier holen beschäftigt war, erfreuten wir uns an einer entspannten und klimatisierten Rückfahrt.

Der Plan mit der Entspannung auf Gili Trawangan ging nicht auf, aber dafür gab es wundervolles Essen, eine charmante Unterkunft, tolle Ausblicke in Richtung Bali und ein paar Schnorchelerfahrungen. Beim Baden/Schnorcheln sollte man unbedingt Schwimmschuhe tragen oder abgehärtete Fußsohlen haben.

Ein paar Eckdaten:

Unterkunft
Mango Dive

Fortbewegung
Fähre: Marina Srikandi
Leihfahrrad direkt vor Ort gemietet

Die Fährverbindung zwischen Bali und den Gili-Inseln wirkte etwas chaotisch. Wir hatten Hin- und Rückfahrt (incl. Transfer in Bali Hotel/Hafen/Hotel) über unsere erste Herberge gebucht und ca. 550.000R gezahlt. Der Transfer und die Fährfahrt funktionierten einwandfrei. Die reine Fährfahrt dauert ca. 2 Stunden und kann mit dem kleinen Boot schon etwas turbulent sein – also lieber das größte Boote auswählen. Vor der Rückfahrt nach Bali haben wir unser Ticket noch einmal umgebucht und uns beim entsprechenden Reiseanbieter auf die Mitfahrer-Liste (sollte man 24 Std. vorher machen-wichtig!) setzen lassen. Die Suche nach dem Büro der Marina war etwas schwierig, aber einer der Stände auf der Promenade war dann doch der Richtige. Es macht immer Sinn einen Zeitpuffer für die An- und Abreise in Bezug auf die Wetterverhältnisse und feierlichen Zeremonien einzuplanen.

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Reisen macht glücklich und ist wichtig. Nur so kann man lernen die Welt und die Kulturen zu verstehen.

Comments(2)

  • 12. Februar 2017, 19:11  Antworten

    Wunderschöne Bilder, da wünsche ich mich gleich zurück!! Liebe Grüße, Ina

    • 12. Februar 2017, 19:18

      Vielen lieben Dank! 🙂

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