Reisebericht über Hong Kong

Hong Kong – der sanfte Einstieg in Asien

Endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Der Flug war erstaunlich entspannt und Dank eines freien Mittelsitzes konnte man sogar die Füße ausstrecken ohne Spätfolgen davon zu tragen. Bei über 1,93m Körpergröße freut man sich über jeden cm Sitz- und Sozialabstand. Dazu kommt das Unterhaltungsprogramm von British Airways mit dem guten alten Space Invader Spiel. Nimmt man dazu 2-3 Kinofilme und 2 kleine Flaschen Rotwein bekommt man relativ gut den 12 Stunden Flug über die Runden. Die Freude auf Schlaf ist allerdings entsprechend stark.

Da stehen wir nun im voll klimatisierten Flughafengebäude, holen schnell ein paar Scheine aus dem Automaten und springen mit dem Kofferwagen in die Metro. Nach ca. 30 Minuten sind wir an der Central Station in Hong Kong und mitten im Gewusel. Den Kofferwagen müssen wir nun noch irgendwie loswerden. Mitten in der Stadt fühlt es sich mit so ein Ding etwas fehl am Platz an und zudem gibt es „dezente“ Hinweisschilder, dass Kofferwagen im Bahnhof bleiben sollten bzw. müssen.

Noch drei U-Bahn Stationen und dann stehen wir zum ersten Mal in der Hitze.

Bähm! Angekommen!

Mir ist warm und ich bin durch!
Der 20kg Rucksack macht sich nach 4 Minuten bemerkbar und es laufen die ersten Schweißperlen übers Gesicht.

Glücklicherweise sind wir am richtigen U-Bahn Ausgang raus gegangen und intuitiv in die richtige Richtung zum Hotel gelaufen. Check, wir stehen im Hotel! Ich friere! Die frostige Rezeption gibt Einem ein klimatischen Schlag ins Gesicht. Zum Glück können wir im Hotelzimmer die Temperatur selbst regeln. Wir haben uns bei der Unterkunft für ein kleines Hotel Apartment auf Hong Kong Island entschieden, welches direkt neben dem Victoria Park liegt und 5 Laufminuten von der Tin Hau Station entfernt ist. Dadurch sind wir relativ schnell im Zentrum und gleichzeitig etwas günstiger bei den Zimmerpreisen unterwegs. Die Apartment Küche ist allerdings nur Deko. Ich glaub es gab 4 Gläser, eine Spüle und einen Kühlschrank – das war es aber auch.

Hong Kong ist eine urbane, grüne, laute, entspannte, wilde und helle Stadt.

Man kann wirklich alles machen und vieles kann man günstig mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß erreichen. Um möglichst viel vom bunten Treiben in der Stadt mitzunehmen sollte man schon 5 – 7 Tage einplanen und danach eine Woche Erholung vorsehen.

Wir starten unser Hong Kong Programm mit ungeplanten Umherlaufen und steuern dabei die Causeway Bay an.
Da das Klima im Sommer sehr heiß und drückend werden kann, sind wir auf der Suche nach Wasser, um eine kühle Briese abzubekommen.

Im Sommer sind die Klimaanlagen ein ziemlich krasses Kontrastprogramm zur Außentemperatur. Das Spiel aus Kühlschrankkälte Innen und tropischer Außentemperatur wird in den asiatischen Großstädten hervorragend beherrscht. Man muss ständig vor einem kleinen Kälteeinbruch gewappnet sein, wenn mal nebenan eine Shoppingmall Tür aufgeht. Man darf sich dabei nur nicht erkälten. Also immer schön eine Jacke einpacken.

Einen schönen und DEN Postkartenausblick auf Hong Kong Island schlechthin hat man von der Avenue of Stars.

Dort kann man auch dem fröhlichen Treiben der Chinesen zuschauen oder sich einer Joggingrunde anschließen. Um von Hong Kong Island auf die andere Uferseite zu gelangen, geht man am Besten auf eine der Fähren und schunkelt von Ufer zu Ufer. Die Fahrten mit der Fähre kann man, wie so vieles, mit der Octopus Card bezahlen.

Vom ganzen Sightseeing und Leute beobachten haben wir erst einmal eine kleine Pause gemacht. Es ist 3 Uhr – Teatime.

Auf keinen Fall sollte man sich den Ausblick vom the Peak (Victoria Peak) entgehen lassen. Auf dem ca. 550m hohen Berg kann man nicht nur den einen tollen Ausblick über Hong Kong genießen, man kann auch entspannt wandern oder einfach nur ein Tasse Tee im the Lookout trinken.

Essen gehen ist ansonsten nicht gerade billig in Hong Kong, daher lohnt es sich den Shoppingmalls einen Abstecher zu machen. Jede größere Mall hat nämlich einen Foodcourt, wo man sich die Speisen anschauen, aussuchen und zubereiten lassen kann. Man kann also frisch und günstig essen.

Täglich findet um 20 Uhr eine Licht- und Lasershow statt, die man anscheinend als asiatische Großstadt im Repertoire haben muss. Ist etwas abgefahren und durchgeknallt, sieht aber ziemlich imposant aus. Vor allem die Laser, die in den Flugzeughimmel schießen, wecken Vertrauen. Schnell unsere Flugzeiten geprüft – Kein Abflug um 20 Uhr.

Durch Zufall sind wir beim Shopping Center The One (100 Nathan Rd) auf der Dachterrasse gelandet und standen dort alleine, um einen ungestört traumhaften Ausblick auf die Stadt und auf die Lasershow zu genießen.
Wenn man ein bisschen mehr Menschen um sich herum braucht und Ausblick haben will, fährt man einfach mit der Peak Tram auf den Aussichtsberg auf Hong Kong Island. Dort weht übrigens auch ein angenehm frisches Windchen, wenn die Temperatur in Downtown steigt.

Ausflug nach Lamma Island und zum Buddha

Mit etwas mehr Zeit im Gepäck lohnt sich auch ein Tagesausflug nach Lamma Island und zum Tian Tan Buddha. Wir hatten Zeit und haben beides gemacht. Als erstes ging es nach Lamma Island. Mit der stündlichen Fähre dauert die Fahrt ab Central Pier 4 auf die kleine Insel ca. 30 Minuten und man steht danach in einem kleinen chinesischen Fischerdorf mit einer multikulturellen Gemeinde. Die Insel lädt zum Wandern ein, dass man locker ohne viel Equipment machen kann – allerdings sollte man sich im Sommer mit entsprechend viel Wasser eindecken. Die im Plan dargestellten 60 Minuten sind eigentlich 180 Minuten. Wir hatten dem Plan vertraut und mussten zwischendurch einen Getränkestopp mit gekühlten Kokosnüssen einlegen.

Was heißt nochmal Kokosnuss auf chinesisch?

Die kleine Fischerinsel wirbt mit erneuerbaren Energien u.a. einem Windrad (1 Windrad), welches als Highlight auf dem Wanderweg liegt. Die restliche Energie kommt anscheinend vom Kraftwerk auf der Insel, was sich des Öfteren in die Postkartenromantik drängelt.

Um zum Tian Tan Buddha zu kommen, kann man bequem mit der Metro bis zur Endstation und von dort aus mit einer Seilbahn zum Buddha-Berg weiter fahren. Leider wurde die Seilbahn gewartet und wir mussten auf den Bus umsteigen. Während der Fahrt hat man zwar ein paar nette Ausblicke, der Fahrstil von chinesischen Busfahrern ist nur nicht der Magenfreundlichste.

Die Kühe vor Ort, der gigantische Buddha und der Ausblick belohnen dafür die wilde Fahrt. Ich hoffe, dass wir dort alle Sachen gemacht und angefasst haben, um möglichst viel Glück für unser Leben zu bekommen. In China habe ich gelernt, muss man an bestimmten Dingen anfassen etc., wenn man Glück haben will.
Den Ausflug zum Buddha kann man übrigens hervorragend mit einem Ausflug in das Outlet Center an der Endstation der Metro verknüpfen – Kultur und Shopping. Check!

Hej, ich bin Björn und Du bist auf meinem persönlichen Reiseblog gelandet.

Auf diesen Reiseblog detailjaeger teile ich mit Dir meine Freude am Reisen, wo man gutes Essen bekommt, schöne Unterkünfte bucht, die Liebe zur Fotografie und zum Entdecken.

Reisen macht glücklich und ist wichtig. Nur so kann man lernen die Welt und die Kulturen zu verstehen.

Comments(2)

  • 5. Juni 2017, 17:01  Antworten

    Die Lasershow ist ja echt abgefahren. Sieht ein bisschen, wie ein Real-Life-Computerspiel aus – oder so. 😉

    Tolle Fotos habt ihr mitgebracht!
    Liebe Grüße,
    Sarah

    • 6. Juni 2017, 14:18

      Vielen Dank! Das ist schon ein bisschen schräg – oder? Aber auch total witzig…Mal sehen, wann sowas in Berlin ankommt 🙂

      Viele Grüße
      Björn

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