Reisebericht Lissabon im Winter

Winter in Berlin-also schnell weg! Am Besten nach Lissabon!

Januar, der grauste und ungemütlichste Monat im Jahr. Weihnachtszeit, Plätzchen backen, Silvester sind auch vorbei und der Frühling ist noch in den Winterferien. So ein bisschen Sonne wäre eine angenehme Abwechslung…

Aber wohin fährt man dafür am Besten. Kanaren? Karibik? Ostsee?

Wie wäre es denn mit Lissabon im Winter?

Ich war bereits im Sommer in Lissabon und die Stadt weckte Neugier auf mehr. Also schnell die Temperaturen checken und siehe da: Die Wintertemperaturen pendeln um ca. 15 Grad und die Sonne lacht. Also rucki zucki Flug und Unterkunft buchen.

Mit dem Flugzeug ging es nach der Arbeit von Berlin nach Lissabon. Hart, aber dafür hat man die Anreise geschafft und startet nach der ersten Nacht direkt durch. Der Anreisetag ist meistens eh ein bisschen knautschig. Wir hatten uns für einen Gabelflug mit KLM/ Air France entschieden. Klar, es gibt schnellere Wege, aber bisher haben wir mit KLM und Air France einfach super angenehme Flüge und immer freundlichen Service gehabt.

Nach ca. 4 1/2 Stunden sind wir in Lissabon gelandet. Vom Flughafen Lissabon erreicht man die Innenstadt direkt mit der Metro. Die Fahrt ist eine normale Einzelfahrt und kostet lediglich 2,80 Euro und dauert ca. 30 Minuten. Bequemer und schneller fährt man mit dem Taxi in die Innenstadt und zahlt im Durchschnitt 15 Euro. Da wir kurz vor Mitternacht in Lissabon gelandet sind, hatten wir uns für das Taxi entschieden und sind direkt in die Airbnb Wohnung gefahren. Nach dem kurzen Update im Taxi standen wir 20 Minuten später vor der Haustür. Die Übergabe der Wohnung klappte perfekt und es gab noch eine Flasche Wein als Begrüßung.

Da wir bereits einige gute Erfahrungen mit Airbnb sammeln konnten, hatten wir uns für Lissabon für ein modernes Apartment in einem typisch portugiesischen Altbau in der Baixa Pombalina entschieden. Die Wohnung ist mitten im Stadtzentrum und trotzdem ruhig gelegen.

Um am nächsten Morgen mit einen schönen Frühstück zu starten, haben wir über Tripadvisor Inspiration für ein Café in der Umgebung gesucht und wurden im Café Pois fündig, welches fußläufig um die Ecke lag. Dort gab es ein reichhaltiges Frühstück mit frischgepressten Saft in entspannter Umgebung.

Nach dem Frühstück ging es zu Fuß einmal quer durch die Innenstadt.

Lissabon ist eine Postkartenstadt. Jeder Einblick in die engen Gassen bietet unendlich viele Fotomotive und Ausblicke über die Stadt. Am Besten absolviert man einmal den steilen Anstieg zur Burg und wandert dann durch den Stadtteil Alfama abwärts in die Innenstadt. Zwischendurch kann man sich an vielen Graffitis erfreuen, immer wieder neue Einblicke und Ausblicke aus Hinterhöfen erhaschen und einfach über die Dächer der Stadt blicken. Will man eine kleine Kaffeepause einlegen, bremst man am besten beim Miradouro das Portas do Sol und genießt dort mit einem Kaltgetränk auf einer Liege den Ausblick. Ok, das funktioniert im Sommer noch um einiges besser – aber Hej!

Die 3 Euro Eintritt für die Kirche Sankt Engracia sollte man sich unbedingt gönnen und auf die Dachterrasse gehen. Wir konnten dort ungestört alleine den Ausblick genießen und uns den Wind durchs Haar sausen lassen. Im Sommer steht man hier sicherlich wohl eher selten allein.

Die vielen Miradouros, wie Aussichtspunkte in Lissabon heißen, faszinieren jedes Mal erneut und haben eine magische Wirkung. Vielleicht lag das aber auch am Wein oder Bier aus den kleinen Kiosken, die es meistens bei den Miradouros gibt. Die Kioske sind überall in der Innenstadt verstreut und gut besucht – dazu erzeugen diese auch ein charmant kommunikatives Erscheinungsbild. Es scheint als kennt sich die ganze Stadt persönlich.

Pünktlich zum Sonnenuntergang gab es auch für uns ein Wein’chen. Dabei einmal kurz an Berlin und den grauen Himmel denken, sich kneifen und fragen, ob das gerade real ist:

Im Januar draußen sitzen,Weißwein trinken und dem Sonnenuntergang zu schauen. Yes, alles richtig gemacht!

Unser Host hatte uns ein paar nette Tipps zum Essen gehen auf den Weg gegeben und so haben wir zwei superschöne Restaurants kennenlernen dürfen. Auch wenn wir nicht reserviert haben, konnten wir uns einen Platz ergattern und super leckeren Fisch und Fleisch verputzen.

Dazu kommt, dass Januar Nebensaison ist und es keine Touristenströme in den Straßen gibt. Selbst im Januar kann man dabei am Tag draußen sitzen und dem Stadttreiben bei einem Cortado und einer Pastel de Nata zu schauen.

Die Restaurants sind nicht überfüllt und irgendwie fühlt man sich immer fast als Einheimischer, wenn man im Winter in einer Stadt ist.

Da wir lediglich zwei Tage für Lissabon Zeit hatten, war unser Sightseeing Programm stark konzentriert. Wir hatten uns einmal eine Hop on Hop off Bustour gegönnt. Die Fahrt war okay, aber hätten wir uns mit mehr Zeit auch sparen können. Viele Sachen kann man auch mit den Straßenbahnen erreichen und die Fahrten sind auch recht lustig.

Lissabon ist eine ursprüngliche Seefahrerstadt und das spürt man noch an allen Ecken.

Wenn man am Wasser des Hauptstadtflusses Tejo steht oder Richtung Atlantik fährt, würde man am liebsten sofort auf ein Schiff springen und auf Entdeckungstour gehen. Wer das am Tejo noch nicht stark genug merkt, steigt am Besten in die Tram und fährt Richtung Torre de Belém.
Vom Praca do Comércio in der Baixa Pombalina kommt man dort direkt und einfach hin.
Wir haben diese Tour mit dem Hop on Hopp off Bus gemacht und sind bereits ein paar Stationen vorher ausgestiegen, um einen Stopp am Denkmal der Entdeckungen (Padrão dos Descobrimentos) zu machen. Danach kann man entspannt am Tejo zum Torre de Belém spazieren.

Da beim letzten Lissabon Besuch leider der westlichste Punkt des Festlands des europäischen Kontinents zeitlich nicht drin war, stand dies ganz oben auf der to do Liste. Der Cabo da Roca liegt an der Atlantikküste westlich von Lissabon. Wir hatten uns für die Tour einen Mietwagen gebucht und die Ausfahrt mit einem Ausflug nach Sintra verknüpft.

Hej, ich bin Björn und Du bist auf meinem persönlichen Reiseblog gelandet.

Auf diesen Reiseblog detailjaeger teile ich mit Dir meine Freude am Reisen, wo man gutes Essen bekommt, schöne Unterkünfte bucht, die Liebe zur Fotografie und zum Entdecken.

Reisen macht glücklich und ist wichtig. Nur so kann man lernen die Welt und die Kulturen zu verstehen.

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